Die Fauna und Flora des Pantanals





Im Feuchtgebiet leben 156 Säugetier-, 98 Reptilien und 53 Amphibienarten. Rund 1700 Pflanzen und 650 Vogelarten bereichern dieses 230'000 km² grosse Feuchtgebiet bestehend aus Trockenzonen, Feuchtwäldern und einem Labyrinth aus Flussarmen. Tauche ein und erfahre mehr über diese Artenvielfalt. Wir haben hier einige Tier- und Pflanzenarten zusammengestellt:

Deutscher Name Lat. Klasse
Tamandua, Südlicher TamanduaTamandua tetradactylaSäugetier
PampashirschOzotoceros bezoarticusSäugetrier
WeissborstengürteltierEupharactus sexcintusSäugetier
Opossum, BeutelratteDidelphis marsupialisSäugetier
Grosser AmeisenbärMymecophaga tridactylaSäugetier
FlachlandtapirTapirus terrestrisSäugetier
Capivara, WasserschweinHydrochoerus hydrochaerisSäugetier
RabengeierCoragyps atratusVogel
Jabiru, TuiuiuJabiru mycteriaVogel
Bänderteju, Goldteju, Schwarzgelber TejuTupinambis teguixinReptil
BrüllaffeAlouatta carayaSäugetier
JaguarPanthera oncaSäugetier
GrünfischerChloroceryle americanaVogel
KapuzineraffeCebus apellaSäugetier
Azara AgutiDasyprocta azaraeSäugetier
GrossgrisonGalictis vittataSäugetier
BrillenkaimanCaiman yacareReptil
AnakondaEunectes noctaeusReptil
Südamerikanischer NasenbärNasua nasuaSäugetier
Savannenfuchs, MaikongCerdocyon thousSäugetier
RiesenotterPteronura braziliensisSäugetier
Pantanal SumpfschildkrötenAcanthochelys macrocephalaReptil
Südamerikanischer FischotterLontra longicaudisSäugetier
HyazintharaAnodorhynchus hyacinthinusVogel
Rotbrustfischer, EisvogelCeryle torquataVogel
RiesentukanRamphastos tocoVogel
WeissbrusttukanRamphastos tucanusVogel
Blatthühnchen, Rotstirn JassanaJacana jacanaVogel
NanduRheidaeVogel
SchopfkarakaraPolyborus plancusVogel
Brasilscharbe, OlivenscharbePhalacrocorax brasilianusVogel
WaldstorchMycteria americanaVogel
Rosa LöfflerPlatalea ajajaVogel
SchneckenweiheRostrhamus sociabilisVogel
WitwenpfeifgansDendrocygna viduataVogel
KaninchenkauzAthene cuniculariaVogel
Schwefelmaskentyrann, BemteviPitangus sulphuratusVogel
RotbauchdrosselTurdus rufiventrisVogel
RotbrustguanPenelope ochrogasterVogel
KappenreiherPilherodius pileatua
Vogel
ZimtkehlschwalbeStelgidopteryx ruficollis 
Vogel
Sokoreiher, CocoireiherArdea cocoi 
Vogel
Rohrspottdrossel, RohrspotterDonacobius atricapillaVogel
GrossschnabelseeschwalbePhaetusa simplexVogel
ZwergsultanshuhnPorphyrio martinicaVogel
Silberreiher
Ardea alba
Vogel
Amerikanischer SchlangenhalsvogelAnhinga anhingaVogel
Gelbrücken-Stirnvogel, Arendajo, GelbbürzelkassikeCacicus celaVogel
Weisshals-IbisTheristicus caudatusVogel
FischbussardBusarellus nigricollisVogel
MönchsittichMyiopsitta monachus
Vogel
GoldstirnsittichEupsittula aurea
Vogel
GelbbrustaraAra ararauna 
Vogel
RosttöpferFurnarius rufus 
Vogel
Kanarienflügelsittich
Brotogeris chiriri 
Vogel
HalsbandpfäffchenSporophila collarisVogel
Moschusente
Cairina mochata 
Vogel
Mantelkardinal, Pantanalkardinal
 Paroaria capitataVogel
Strichelkauz, Brasilzwergkauz
 Glaucidium brasilianumVogel
Rotschwanz-Glanzvogel
 Galbula ruficaudaVogel
Sonnenralle
 Eurypyga heliasVogel
Chacoguan, Chacotschatschalaka Ortalis canicollisVogel
Savannen-Bussard Buteogallus meridionalisVogel
Guirakuckuck Guira guiraVogel
Stirnband-Ibis Theristicus caerulescensVogel
Kurzschnabel-Gilbammer Sicalis luteolaVogel
Graukardinal Paroaria coronataVogel
Cayenne-KuckuckPiaya cayanaVogel
Rotrücken-Kronfink, Roter Haubenfink Coryphospingus cucullatusVogel
Rubintyrann Pyrocephalus rubinusVogel
Glattschnabelani Crotophaga aniVogel
Schwarzohrpapagei Pionus menstruusVogel
Weissohr-Faulvogel Nystalus chacuruVogel
Scharzhalssaltator, Schwarzkehlsaltator Saltator atricollisVogel
Glitzerkehlamazilie, Glitzeramazilie Amazilia fimbriataVogel
Mähnenwolf Chrysocyon brachyurusSäugetier
Braunes Seidenäffchen Mico emiliaeSäugetier
Weissbartpekari Tayassu pecariSäugetier
Grüner Leguan Iguana iguanaReptil
Mato Grosso Lanzenotter Bothrops mattogrossensisReptil
Schwarze Pseudoboa Pseudoboa nigraReptil
Dünnschlange Leptophis ahaetullaReptil
Wasserkorallschlange Micrurus surinamensisReptil
Goldbauch-Buntnatter Liophis poecilogyrusReptil
Grüne Goldbauchnatter Liophis typhlusReptil
Hühnerschlange Spilotes pullatusReptil
Lapacho Baum, Ipê-roxo Handroanthus impetiginosusPflanze
Victoria Riesenserose Victoria cruzianaPflanze
Dickstielige Wasserhyazinthe Eichhornia CrassipesPflanze
Würgefeige, Figueira-mata-pauFicus clusiifoliaPflanze
KönigsboaBoa constrictorReptil
MarmorreiherTigrisoma lineatumVogel
BraunohrarassariPteroglossus castanotisVogel
NandaysittichNandayus nendayVogel
Bauchschnabel-Tyrann, Starkschnabel-MaskentyrannMegarynchus pitanguaVogel
Grün-Ibis, Cayenne-Ibis Mesembrinibis cayennensis Vogel
Grossmazama, Roter SpiesshirschMazama americanaSäugetier
Es werden Tiere und Pflanzen angezeigt (von insgesamt Tieren und Pflanzen)
Pampashirsch, Ozotoceros bezoarticus


Ozotoceros bezoarticus

Pampashirsch

Körperhöhe: 115 - 140 cm
Gewicht: 30 - 40 kg
Tragzeit: 210 Tage, nur ein Junges, ausnahmsweise Zwilling
Nahrung: Es frisst Gras, Blätter, Triebe
Lebenserwartung: bis 22 Jahre

Besonderes:
Nach der Paarung löst sich das Geweih ab und wächst nach. Das Fell ist kurz und glatt, von hellbrauner Farbe. Sie leben auf offenen Feldern oder in einer mit Sträuchern bedeckten Vegetation. Sie können paarweise oder in grossen Gruppen gesehen werden. Typische sind seine schwarzen Vorder- und Hinterläufe.

Grossmazama, Mazama americana


Mazama americana

Grossmazama, Roter Spiesshirsch

Körperhöhe: 100 - 145 cm
Gewicht: 30 - 48 kg
Tragzeit: 225 Tage, nur ein Junges
Nahrung: Gräsern, Laub, Früchten, Samen und junge Triebe
Lebenserwartung: bis 7 - 16 Jahre

Besonderes:
Das Geweih wird nicht grösser als 12 cm. Er hat ein braun-rotes Fell. Er lebt in dichten, vegetationsreichen Wäldern, darum ist er auch schwer zu beobachten. Sie sind gute Schwimmer. Die einzelgängerischen Mazamas markieren ihr 50 bis 100 ha grosses Territorialgebiet durch Urin und Kotspuren sowie durch Reiben ihres Kopfes an der Baumrinde.

Tamandua, Südlicher Ameisenbär, Tamandua tetradactyla


Tamandua tetradactyla

Südlicher Tamandua

Körperlänge: 80 cm
Gewicht: 7 kg
Tragzeit: 130 - 150 Tage, ein Junges
Nahrung: Termiten, Ameisen, Insekten
Lebenserwartung: 9 - 12 Jahre

Besonderes:
Es gibt auch Beobachtungen die zeigen, wie Tamanduas Bienenstöcke aufbrechen und die Bienen und den Honig verzehren. Sie sind vorwiegend Baumbewohner bewegen sich jedoch auch am Boden um Nahrung zu suchen. Sie verteidigen sich mit ihren kräftigen Vorderkrallen. Ihr Lebensraum sind  Wälder und Savannen.

Grosser Ameisenbär, Mymecophaga tridactyla


Mymecophaga tridactyla

Grosser Ameisenbär

Körperlänge: 130 cm
Gewicht: 40 kg
Tragzeit: 120 - 190 Tage, ein Junges
Narung: Termiten, Ameisen
Lebenserwartung: 26 Jahre

Besonderes:
Kopf schmal und lang. Röhrenförmige Zahnlose Schnauze und lange Zunge bis 50 cm. Ameisenbären schlitzen mit ihren Klauen Termitenhügel und Ameisennester auf und befördern mit der Zunge die Ameisen und Termiten in den Mund. Er braucht 30'000-40'000 Termiten und Ameisen pro Tag.

Opossum, Beutelratte, Didelphis marsupialis


Didelphis marsupialis

Opossum, Beutelratte 

Körperlänge: 32 - 50 cm
Gewicht: 5.5 kg
Tragzeit: 12 - 14 Tage, bis 20 Jungtiere
Narung: Insekten, kleine Wirbeltiere, Aas und pflanzliche Materialien wie Früchten und Körner
Lebenserwartung: 2 Jahre

Besonderes:
Körper schwarz oder grau, Brust und Bauch blasser. Kopf schmutizg gelb. Gesicht zu weilen mit dunklen Streifen. Ohren gross und nackt. Bei Bedrohung stellen sich Opossums oft tot. Sie reagieren jedoch äusserst agressiv und können sogar beissen.

Weissborstenguerteltier, Eupharactus sexcintus


Eupharactus sexcintus

Weissborstengürteltier

Körperlänge: 40 - 50 cm
Gewicht: 3 - 8 kg
Tragzeit: 60 - 75 Tage, oft 2 Junge
Narung: Insekten, kleine Wirbeltiere, Aas, Früchte , Wurzeln
Lebenserwartung: 15 Jahre

Besonderes:
Kopf, Rücken und Seiten mit verhornten Knochenplatten, spärlich behaart mit langen, hellen Borsten. Kopf breit, von vorn gesehen dreieckig. Fünf Zehen mit Krallen. Sie werden noch heute gejagt wegen ihres Fleiches.

Flachlandtapir, Tapir, Tapirus terrestris


Tapirus terrestris

Flachlandtapir

Körperlänge: 180 - 250 cm
Gewicht: 150 - 250 kg
Tragzeit: 385 - 412 Tage, ein Junges
Narung: Blätter, Früchte, Wurzeln
Lebenserwartung: 35 Jahre

Besonderes:
Der Tapier besitzt ein kräftiges Kurzhaarfell. Er bewohnt Wälder in der Nähe von Gewässern, in welche er abtaucht, wenn er sich bedroht fühlt. Er ist hauptsächlich dämmerungsaktiv und er lebt als Einzelngänger. Er besitzt einen hervorragenden Geruchs- und Gehörsinn, deshalb ist es besonders schwierig, ihn aufzustöbern.

Capivara, Hydrochaeris hydrochaeris


Hydrochoerus hydrochaeris

Capivara, Wasserschwein

Körperlänge: 100 - 130 cm
Gewicht: 80 kg
Tragzeit: 150 Tage, 1 - 8 Junge
Nahrung: Gras, Wasserpflanzen
Lebenserwartung: 10 Jahre

Besonderes:
Fellfärbung Kastanienbraun. Das Tier ist schwanzlos. Die Capivaras leben in Gruppen. Herden bis zu 40 Exemplare sind nicht selten. Beim Schwimmen sind lediglich die Nasenöffnungen, die Augen und Ohren über dem Wasserspiegel zu erkennen.

Brüllaffe, Alouatta caraya


Alouatta caraya

Brüllaffe

Körperlänge: 60 - 90 cm
Gewicht: 4 - 10 kg
Tragzeit: 180 - 190 Tage, ein Jungtier
Nahrung: Blätter, Knospen und Früchte
Lebenserwartung: 20 Jahre

Besonderes:
Männchen schwarz bis schwarz-braun. Weibchen und junge Männchen blass gelbbraun. Sie sind tagaktiv und leben in kleinen Gruppen von vier bis neun Tieren auf Bäumen. Das Gebrüll der Männchen hört man von sehr weit.

Kapuzineraffe, Cebus apella


Cebus apella

Gehaubter Kapuzineraffe

Körperlänge: 30 - 58 cm
Gewicht: 2 - 4 kg
Tragzeit: 150 - 180 Tage, alle 2 Jahre ein Jungtier
Nahrung: Früchte, Knospen, Vogeleier, Insekten und Nektar
Lebenserwartung: 15 - 25 Jahre
Gruppengrösse: 7 - 40 Tiere

Besonderes:
Sie sind tagesaktiv und halten sich oft auf Palmen auf. Sie weissen, wie man ein Werkzeuge (Stein, Stock) benutzt, um Nüsse zu aufbrechen.

Braunes Seidenäffchen, Mico emiliae


Mico emiliae

Braunes Seidenäffchen

Körperlänge: 20 - 30 cm
Gewicht: 300 - 400 g
Tragzeit: 130 - 150 Tage, oft Zwillingsgeburten
Nahrung: Früchte, Samen, kleine Wirbeltiere, Insekten, Spinnen
Lebenserwartung: 15 - 18 Jahre

Besonderes:
Sie sind tagaktiv und leben in Familien von zwei bis zwölf Tieren. Gruppen bewohnen Reviere von 10 bis 40 Hektar, die sie gegen Artgenossen verteidigen. Der lange Schwanz ist schwarz, auch die Oberseite des Kopfes. Sie haben Krallen an Fingern und Zehen.

Jaguar im Pantanal, Panthera onca


Panthera onca

Jaguar

Körperlänge: 150 cm
Gewicht: 70 - 110 kg
Tragzeit: 100 Tage,1 - 4 Junge
Nahrung: Hirsche, Wasserschweine, Wildschweine, Gürteltiere, Agutis, Schildkröten, Fische u.v.m
Lebenserwartung: 10 - 12 Jahre

Besonderes:
Der Jaguar ist das grösste fleischfressende Säugetier in Brasilien. Er benötigt mindestens 2 kg Fleisch pro Tag. Sein Jagdgebiet beträgt 25 bis 80 km². Obwohl sie so gefürchtet sind, sind seltene Fälle von Angriffen auf den Menschen bekannt. Auf unseren Flusstouren siehst du sie mit Glück im Dickicht auf Flussbänken liegen.

Azara Aguti, Dasyprocta azarae


Dasyprocta azarae

Azara Aguti

Körperlänge: 40 - 64 cm
Gewicht: 250 g
Tragzeit: 100 - 120 Tage, 2 - 4 Junge
Nahrung: Früchte, Samen, Wurzeln, Paranüsse, Sukkulenten
Lebenserwartung: 15 - 18 Jahre

Besonderes:
Agutis sind kleines Nagetiere. Sie haben einen kleinen Stummelschwanz von cirka 4 cm Länge. Die vorderen Extremitäten sind kürzer als ihre Beine. Die Füsse sind lang und alle fünf Zehen tragen kleine hufartige Krallen, eine davon ist sehr klein. Agutis sorgen auch für die Verbreitung des Paranusbaums.

Grossgrison, Galictis vittata


Galictis vittata

Grossgrison

Körperlänge: 48 - 80 cm
Gewicht: 800 - 2000 g
Tragzeit: 40 Tage, 4 - 7 Junge, seltener auch bis zu 12 Junge
Nahrung: Fleisch, Nüsse, Körner
Lebenserwartung: 6 - 8 Jahre

Besonderes:
Frettchen verbringen 14 bis 18 Stunden schlafend. Wenn sie wach sind, sind sie sehr aktive. Frettchen haben keinen Blindarm und einen sehr kurzen Dickdarm.

Nasenbären im Pantanal, Nasua nasua


Nasua nasua

Südamerikanischer Nasenbär

Körperlänge: 43 - 66 cm
Gewicht: 3.5 - 6 kg
Tragzeit: 75 Tage, 3 - 7 Junge
Nahrung: Allesfresser, Pflanzen, Insekten, Larven, Spinnen, Skorpione und Aas
Lebenserwartung: 14 Jahre

Besonderes:
Der Nasenbär kann auch die giftige Agakröte essen, er schlägt oder wäscht das Gift raus bevor er sie frisst. Sie leben in Wälder und Cerrados. Gruppengrösse manchmal mehr als 20 Exemplare. Die Männchen sind Einzelgänger.

Savannenfuchs, Maikong, Cerdocyon thous


Cerdocyon thous

Savannenfuchs, Maikong

Körperlänge: 64 cm
Gewicht: 6 - 8 kg
Tragzeit: 55 - 58 Tage, 4 - 6 Junge
Nahrung: Insekten, Frösche, Mäuse, Vögel, Eidechsen, Fische, Krebstiere (Krabben), Früchte, Beeren
Lebenserwartung: 11 Jahre

Besonderes:
Er ist ein nachtaktives Tier, tagsüber versteckt er sich in hohlen Bäumen oder Erdlöchern. Er bewohnt im allgemeinen offene Wälder, Cerrados und Campos. Oft sieht man ihn zu zweit.

Mähnenwolf, Chrysocyon brachyurus


Chrysocyon brachyurus

Mähnenwolf

Körperlänge: 90 cm
Gewicht: 20 - 25 kg
Tragzeit: 65 Tage, 3 - 5 Junge
Nahrung: Nagetiere, Früchte, Vögel, Eier, Eidechsen, Insekten
Lebenserwartung: 10 - 12 Jahre

Besonderes:
Er ist ein Allesfresser. Seine Nahrung besteht bis zu 50% aus Früchten. Auffällig sind seine langen Beine. Er ist sehr scheu und monogam und lebt in Paaren in einem Gebiet von etwa 30 km². Leider gehört er zu einer stark gefärdten Art, obwohl er keine ernste Bedrohung für die meisten Nutztiere des Menschen ist. Anders als der Wolf, ist der Mähnenwolf kein Hetz- und Rudeljäger.

Weissbartpekari, Tayassu pecari


Tayassu pecari

Weissbartpekari

Körperlänge: 91 - 130 cm
Gewicht: 25 - 40 kg
Tragzeit: 156 - 162 Tage, 1 - 4 Junge
Nahrung: Waldfrüchte, Knollen, Wurzeln, Samen, Pilze, Blätter, Schnecken, Wirbeltiere, Lurche, Insekten
Lebenserwartung: 15 Jahre

Besonderes:
Sie leben in Gruppen von 50 - 300 Tieren. Ihr Lebensraum sind die Wälder. Bei Gefahr schlagen sie mit den Zähnen, dies hört man schon in weiter Entfernung. Sie sind durch den Verlust von Lebensraum und illegaler Jagd stark gefärdet.

Riesenotter, Pteronura braziliensis


Pteronura braziliensis

Riesenotter

Körperlänge: 210 cm
Gewicht: 32 kg
Tragzeit: 70 Tage,1 - 3 Junge
Nahrung: 2 - 3 kg Fisch pro Tag sowie Krabben, Schlangen, junge Kaimane
Lebenserwartung: 10 Jahre

Besonderes:
Er lebt in Familiengruppen und nistet am Ufer in einer langen Höhle, die oft einen Notausgang enthält. Sie sind wegen der Zerstörung ihres Lebensraumes und der illegalen Jagd stark vom Aussterben bedroht.

Südamerikanischer Fischotter, Lontra longicaudis


Lontra longicaudis

Südamerikanischer Fischotter

Körperlänge: 55 - 120 cm
Gewicht: 35 kg
Tragzeit: 60 -80 Tage, 2 - 5 Junge
Nahrung: Fischen, Krebstieren, Reptilien, seltener Vögel und kleine Säugetiere
Lebenserwartung: 10 - 12 Jahre

Besonderes:
Er schläft meist tagsüber am Flussufer und wacht nachts auf, um Nahrung zu suchen. Er lebt als Einzelgänger, nur zur Paarungszeit und Jungenaufzucht sieht man ihn mit dem Partner. Sein Hals ist dicker als sein Kopf. Leider wird er in Südamerika noch immer wegen seines Fells und Fleisches gejagt.

Rotbrust Fischer mit Fisch, Ceryle torquata


Ceryle torquata

Rotbrustfischer, Eisvogel

Körperlänge: bis 42 cm
Gewicht: bis 350 g
Brutdauer: 22 Tage, 3 - 6 Eier, Bodenbrüter
Nahrung: Fische, Reptilien, Krebstiere und Insekten
Lebenserwartung: 12 Jahre

Besonderes:
Oben ist er metallgrau mit weissem Kragen, der Bauch ist rotbraun. Er ist einer der grössten Eisvögel. Sie graben Nester in den Klippen an Flussufern. Er sitzt auf hohen Ästen und mit einem unglaublichen Flug taucht er ins Wasser, um Fische zu fangen.

Grünfischer, Chloroceryle americana


Chloroceryle americana

Grünfischer

Körperlänge: bis 19 cm
Gewicht: 30 - 55 g
Brutdauer: 16 - 21 Tage, 3 - 6 Eier, Bodenbrüter
Nahrung: Fische und Krebse
Lebenserwartung: 5 Jahre

Besonderes:
Er angelt in flachen Gewässern und taucht direkt auf seine Beute zu. Die Weibchen brütet in der Nacht und die Männchen während des Tages. Ihr Nest ist ein ca. 37 - 100 cm tiefer Tunnel, den sie am Flussufer graben.

Tukan im Pantanal, Ramphastos toco


Ramphastos toco

Riesentukan

Körperlänge: 55 - 61 cm
Gewicht: 600 - 750 g
Brutdauer: 17 - 18 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Früchte, kleine Jungvögel, Vogeleier, Insekten und andere Kleintiere
Lebenserwartung: 18 - 20 Jahre

Besonderes:
Sein grosser, 20 cm langer Schnabel dient als Klimaanlage. Er kann das Blut durch fliessen lassen, so dass die Körpertemperatur sinkt. Tukane stehlen Eier und Kücken aus anderen Nestern. So kann man beobachten, dass die kleineren Vögel den Dieb angreifen und in die Flucht schlagen in dem einer dem Tukan am Kopf zupft und der andere an den Schwanzfedern. Das sind beides Stellen, wo er sich nicht wehren kann.

Weissbrusttukan, Ramphastos tucanus


Ramphastos tucanus

Weissbrusttukan

Körperlänge: 50 - 61 cm
Gewicht: 600 g
Brutdauer: 15 Tage, 2 - 3 Eier, Baumhölenbrüter
Nahrung: Kücken anderer Vögel, v.a. Stirnvögel , kleine Reptilien, Beeren und Nüsse 
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Besonderes:
Die Männchen sind grösser und haben einen längeren Schnabel als die Weibchen. Ihr lautes Geschrei hört man bei uns auf der Farm von weitem. Die Küken sind blind und nackt, mit Polstern an den Beinen, die sie vor dem rauen Nestboden schützen. Das Paar füttert die Jungen auch noch, nachdem sie das Nest verlassen haben.

Braunohrarassari, Pteroglossus castanotis


Pteroglossus castanotis

Braunohrarassari

Körperlänge: 43 - 47 cm
Gewicht: 230 - 310 g
Brutdauer: 14 - 16 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Früchte, Insekten, Blüten, Jungvögel
Lebenserwartung: 12 - 15 Jahre

Besonderes:
Der Braunohrarassari ist ein häuffiger Vogel im Pantanal. Er lebt entlang der Flüsse in den Wäldern. Sie fliegen in Gruppen und nisten in den Bäumen, Höhlen und Löchern von Termitenhügeln. Man kann ihn gut von den anderen Arassari Arten unterscheiden, weil seine Ohrenpartie von kastanienfarbenem Gefieder bedeckt ist.

Jabiru, Jabiru mycteria


Jabiru mycteria

Jabiru, Tuiuiu

Körperlänge: 120 -140 cm
Gewicht: 6 - 8 kg
Brutdauer: 35 - 40 Tage, 2 - 5 Eier
Nestlingszeit: 100 - 105 Tage
Nahrung: Aas, kleine Fische, Weichtiere, Amphibien, Vogelnestlinge, kleine Säugetiere (z.B. Mäuse)
Lebenserwartung: 35 Jahre

Besonderes:
Er ist der zweitgrösste fliegende Vogel in Südamerika, ein Storch, aber für viele Ornithologen ist er der nächste Angehörige des Marabus. Denn bevor er Aas frisst, kreist er wie die Geier, um das Niveau der weissen Blutkörperchen zu verändern, damit ihm vom Aas nicht schlecht wird.

Rosa Löffler, Platalea ajaja


Platalea ajaja

Rosa Löffler

Körperlänge: 87 cm
Gewicht: 1.4 kg
Brutdauer: 22 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Fische, Schnecken und kleine Insekten
Lebenserwartung: 20 Jahre

Besonderes:
Einst vom aussterben bedroht, erholten sich die Bestände der Rosa Löffler wieder. Sie leben an den Küstenregionen der USA und fliegen im Nordwinter nach Südamerika, wo die Temperaturen angenehmer sind. Sie brüten in kleinen Kolonienen. Sie leben in sumpfigen Stellen am Rande der Flüsse und Seen. Die zum Löffel geformte Schnabelspitze ziehen sie während der Nahrungssuche im Wasser hin- und her. Dabei scheuchen sie kleine Wassertiere auf, die sie geschickt mit dem Schnabel packen.

Brasil-Scharbe, Phalacrocorax brasilianus


Phalacrocorax brasilianus

Brasil Scharbe, Oliven Scharbe

Körperlänge: 75 cm
Gewicht: 1.1 - 1.6 kg
Brutdauer: 30 Tage, 3 - 4 Eier
Nahrung: hauptsächlich kleine Fische, aber auch Krebse und Amphibien
Lebenserwartung: 25 - 30 Jahre

Besonderes:
Sie ist eine gute Schnorchlerin. Ihr fehlt die Uropigialdrüse, sodass ihre Federn nass werden und sich das Gewicht erhöht. Sie lebt in Süss-und Salzwasser. Man sieht sie oft beim Trockenen ihres Gefieders an den Ufern von Flüssen und Seen. Während der Regenzeit im Pantanal und im Amazonas fliegen sie in V-Formation in den Süden.

Marmorreiher, Tigrisoma lineatum


Tigrisoma lineatum

Marmorreiher

Körperlänge: 66 - 76 cm
Gewicht: 800 - 900 g
Brutdauer: 31 - 34 Tage, 2 Eier
Nahrung: Fische, Insekten, Krebstiere und Schlangen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er gehört zu einer häufig anzutreffenden Reiherart Süd- und Zentralamerikas. Marmorreiher gehen alleine auf Nahrungssuche, sie meiden Artgenossen eher. Während der Brutzeit jedoch, bilden sie häufig Kolonien. Ihre Nester bauche sie auf Bäumen. Die Vögel nisten am Rande von Gewässern. Innerhalb einer Kolonie wird das eigene Territorium allerdings erbittert verteidigt.

Waldstorch, Mycteria americana


Mycteria americana

Waldstorch

Körperlänge: 83 - 115 cm
Gewicht: 2 - 3.3 kg
Brutdauer: 27 - 32 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Fische, Krebse, Frösche und Insekten
Lebenserwartung: 20 - 25 Jahre

Besonderes:
In Gruppen stehen sie oder gehen zu Fuss nur langsam in flachen Gewässern. Mit der Spitze des Schnabels im Wasser suchen sie nach Fischen in den überschwemmten Wäldern. Es kommt in Brasilien, Argentinien und Florida vor. In der Regenzeit zieht er aus dem Pantanal.

Cocoireiher, Ardea cocoi


Ardea cocoi

Sokoreiher, Cocoireiher

Körperlänge: 125 cm
Gewicht: 1.9 kg
Brutdauer: 24 - 26 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Fische, Frösche, Wasserinsekten
Lebenserwartung: 25 - 30 Jahre

Besonderes:
Es ist ein einsamer Vogel, aber sporadisch kann er in grossen Gruppen leben, ist für längere Zeit ganz ruhig um sein Beute fangen. Er lebt in Süsswasserumgebungen und kann in ganz Brasilien gesehen werden. Seine Nester baut er auf hohen Bäumen. Beobachten muss man ihn allerdings mit einem Abstand von mehr als 60 Metern. Er gehört zur grösste Reiherart in Brasilien.

Silberreiher, Ardea alba


Ardea alba

Silberreiher

Körperlänge: 85 - 100 cm
Gewicht: 1 - 1.5 kg
Brutdauer: 25 - 26 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Insekten, Amphibien, Krustentiere, Fische und Mäuse auch kleinere Jungvögel
Lebenserwartung: 18 - 20 Jahre

Besonderes:
In der Trockenzeit sieht man ihn in grossen Gruppen in der Nähe von Teichen. Ihr Nest bauen sie in bis zu 50 m hohen Bäumen. Der Silberreiher hat eines der Grösseten verbreitungsgebiete und er kommt auf allen Kontinenten vor. In Europa ist er vor allem im Winter anzutreffen. Der Hals, formt in Lauerstellung ein «S». Sie leben zur Brutzeit zusammen und trennen sich dann wieder vom Partner.

Amerikanischer Schlangenhalsvogel, Anhinga anhinga


Anhinga anhinga

Amerikanischer Schlangenhalsvogel

Körperlänge: 81 - 91 cm
Gewicht: 1.3 kg
Brutdauer: 25 - 28 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Fische, Frösche, Wasserschlangen und Baby-Alligatoren
Lebenserwartung:  12 - 16 Jahre

Besonderes:
Er jagt hauptsächlich grössere Fische auf seinen bis zu einer Minute dauernden Tauchgängen. Oft sieht man ihn auf Ästen und Pfählen sitzend, die aus dem Wasser schauen. Er hat keine Fettdrüse, mit dem er sein Gefieder wasserfest machen kann, wie zum Beispiel die Enten und Gänse. Deshalb kann er nach Tauchgängen, «vollgesogen» kaum fliegen und muss sich zuerst trocknen. Dafür kann er durch das schwerere Gewicht bis zu 20 Meter tief tauchen. Das Männchen hilft bei der Inkubation und Pflege der Nachkommen.

Kappenreiher, Pilherodius pileatua


Pilherodius pileatua

Kappenreiher

Körperlänge: 56 cm
Gewicht: 450 g
Brutdauer: 26 - 27 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Fische, Amphibien, Insekten, Würmer und Schnecken
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er lebt und schläft allein, angelt im flachen Wasser und schluckt sehr grosse Fische. Ist auch auf der Suche nach Muscheln. Beim Verlassen des Wassers öffnet er die Flügel um die Federn zu trocknen. Der Kappenreiher ist ein Zugvogel.

Nandu, Rhea americana


Rhea americana

Nandu

Körperlänge: 140 cm
Gewicht: 34 kg
Brutdauer: 40 Tage, 13 - 30 Eier
Nahrung: Blätter, Früchte, Samen und Insekten
Lebenserwartung: 25 - 30 Jahre

Besonderes:
Er ist der grösste Vogel in Nord- und Südamerika. Die Männchen haben einen Harem von bis zu 6 Weibchen, die nur die Eier legen, er brütet sie aus und betreut die Kinder. Wenn sie in Gefahr sind können sie bis zu 60 km pro Stunden schnell laufen. Im Pantanal und in Zentral- und Westbrasilien lebt der Nandu friedlich mit dem Vieh auf den Farmen zusammen. So hält er die Weide von Schädllingen sauber.

Schopfkarakara, Polyborus plancus


Polyborus plancus

Schopfkarakara

Körperlänge: 64 cm
Gewicht: 0.9 - 1.6 kg
Brutdauer: 28 - 32 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: tote Fische, Reptilien, Amphibien, Krabben und Insekten
Lebenserwartung: 30 Jahre

Besonderes:
Er ist opportunistisch, frisst Aas neben den Geiern. Er greift die Nester von Curicacas an und isst die Jungen kurz bevor sie das Nest verlassen. Für einige Indianer bedeuten sie Pech, weil sie glauben, dass er brennende Astzweige in trockenen Gegenden verstreut, um Brände zu entfachen.

Rabengeier, Coragyps atratus


Coragyps atratus

Rabengeier

Körperlänge: 56 - 68 cm
Gewicht: 1 - 2 kg
Brutdauer: 28 - 41 Tage, meist nur 2 Eier, Bodenbrüter
Nahrung: Aas, organische Siedlungsabfälle, Früchte, wehrlose kleine Jungtiere (Seidenaffen, Reptilien,...)
Lebenserwartung: 10 Jahre

Besonderes:
Wie alle Geier fliegt er im Kreis in grosser Höhe, nicht um zu erspähen wo das Ass zu finden ist, sondern um den Blutspiegel mit dem UV-Licht zu ändern, sodass sie keine Essvergiftung durch den Verzehr von verwestem Fleisch bekommen. Der Rabengeier funktioniert wie ein Lawinensuchgerät. Er kreist und verlagert seine Kreise in die Richtung, wo es nach Aas riecht. Heute wird dies in Europa benützt, um versteckte Leichen zu finden.

Schneckenweih, Rostrhamus sociabilis


Rostrhamus sociabilis

Schneckenweihe

Körperlänge: 39 - 48 cm
Gewicht: 380 - 410 g
Brutdauer: 26 - 28 Tage, 2 - 30 Eier
Nahrung: Schnecken, Krebse, Heuschrecken
Lebenserwartung: 25 - 32 Jahre

Besonderes:
Sie fliegen zwischen 2 und 8 m über niedrigen Wassergebieten und sammelt Schnecken. Sie hat seinen augewählen Platz und kommt immer wieder dorthin, um ihre Beute zu verzehren, wobei sich dort eine grosse Menge an Abfällen wie Schneckenschalen und Krebsschalen ansammelt. Schläft in Gruppen. Während der Überschwemmung fliegen sie in Scharen zum Cerrado und ernähren sich dort von Heuschrecken.

Fischbussard, Busarellus nigricollis


Busarellus nigricollis

Fischbussard

Körperlänge: 47 - 58 cm
Gewicht: 700 - 800 g
Brutdauer: 35 - 40 Tage, 1- 2 Eier
Nahrung: Fische, Frösche, aquatische Insekten und Schnecken
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er lebt an den Flüssen. Er hat breite Flügel und einen kurzem Schwanz , welche ihm bei langen Flügen nützlich ist. Er hat rauhe Finger und lange gekrümmte Näge, die ihm beim Fischen helfen. Das Nest wird von Störchen gemacht in der Regel ganz oben in den Baumwipfeln.

Savanen-Bussard, Buteogallus meridionalis


Buteogallus meridionalis

Savannen-Bussard

Körperlänge: 46 - 61 cm
Gewicht: 850 g
Brutdauer: 35 - 36 Tage, 1 - 2 Eier
Nahrung: Amphibien, grossen Insekten, Krebse, Vögel, kleine Säugetiere, Schlangen, Ameivenechsen und grüne Leguane
Lebenserwartung: 13 Jahre

Besonderes:
Oft lebt er in der Nähe des Wassers. Opportunistisch jagt er alle Arten von Beute, vor allem Schlangen, die er im Flug mitnimmt. Im Pantanal verweilt er häufig auf Zäunen oder auf Erdhügeln. Bei Jungtiere erkennt man im Gesicht einen weisslichen Überaugenstreif.  (siehe Foto)

Strichelkauz, Glaucidium brasilianum


Glaucidium brasilianum

Strichelkauz, Brasilzwergkauz

Körperlänge: 17 - 20 cm
Gewicht: 46 - 90 g
Brutdauer: 24 - 27 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Insekten, Kleinvögeln und Mäuse
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er jagt Tag und Nacht und singt dabei. Er hat eine Nackenzeichnug und 2 grosse Augen, um seine Beute zu täuschen. Mit seinem Gesang zieht er Vögel wie den Kolibri an. Dieser wird sehr aggressiv und will ihn aus seinem Gebiet vertreiben, indem er ihm auf den Nacken hackt. Dabei erschrickt der Kolibri und landet direkt im Schnabel des Kauzes. Er hat die Gewohnheit, sich in das Nest von Tontöpfer-Vögel einzunisten.

Kaninchenkauz, Athene cunicularia


Athene cunicularia

Kaninchenkauz

Körperlänge: 23 cm
Gewicht: 140 - 200 g
Brutdauer: 28 Tage, 2 - 11 Eier
Nahrung: Käfer, kleine Nagetiere, Amphibien und Tauben
Lebenserwartung: 14 - 16 Jahre

Besonderes:
Sie ist tagsüber aktiv. Wenn Sie sich bedroht fühlt schreit sie immer lauter und es tönt wie ein schriller Alarm. Man sieht sie öfters auf Zaunpfosten, sie graben Löcher in den Boden oder verwenden die Höhlen der Kaninchen oder Gürteltiere als Nest.

Zwergsultanshuhn, Porphyrio martinica


Porphyrio martinica

Zwergsultanshuhn

Körperlänge: 36 cm
Gewicht: 140 - 300 g
Brutdauer: 22 - 25 Tage, 6 -10 Eier
Nahrung: Samen, Früchte und Blätter von Wasser- und Landpflanzen, auch Insekten, Frösche, Schnecken, Spinnen, Würmer, Fische
Lebenserwartung: 12 - 15 Jahre

Besonderes:
Es hält sich in Büschen und in Wassernähe auf. Wenn es sich bedroht fühlt, schwimmt und taucht es, um der Gefahr zu entkommen. Das Zwergsultanhuhn zählt zu den schönsten Blässhühnern Brasiliens, wobei das immer im Auge des Betrachters liegen wird.

Blatthühnchen im Pantanal, Jacana jacana


Jacana jacana

Blatthühnchen, Rotstirn Jassana

Körperlänge: 20 cm
Gewicht: 80 - 130 g
Brutdauer: 22 - 24 Tage, immer 4 schwarze Eier
Nahrung: Insekten, Schnecken, kleine Krebstierchen und kleine Fische
Lebenserwartung: 15 - 20 Jahre

Besonderes:
Ihre Fortpflanzung ist polyandrisch. Die Weibchen kämpfen gegeneinander, um zu bestimmen wer das Männchen erhält. Sie «heiraten» mehrere
Männchen, bauen die Nester und kümmern sich um das Brüten und die Pflege der Nachkommen Die Weibchen legen die Eier und helfen nur mit, wenn das Männchen in Schwierigkeiten ist, d.h. wenn sie von Fischen, Wasserschlangen, grossen Amphibien und Kaiman angegriffen werden. Sie haben Sporen auf den Flügeln und riesige Zehen, um auf den Wasserpflanzen zu gehen.

Weisshalsibis, Theristicus caudatus


Theristicus caudatus

Weisshals-Ibis

Körperlänge: 61 - 67 cm
Gewicht: 1.7 kg
Brutdauer: 20 - 31 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Würmern, Muscheln, Krebstieren, grossen Insekten, Schnecken, Amphibien und kleine Säugetiere
Lebenserwartung: 14 - 16 Jahre

Besonderes:
Sein Schnabel ist lang und er nutzt ihn, um Nahrung im Wasser und in Sümpfen zu schnappen. Er sticht ihn tief in weichen Boden auf der Suche nach Larven. Oft suchen sie jedes Jahr immer die selben Nester auf Bäumen auf. Sie leben auch in der Nähe von Menschlichen Behausungen. In der Abendämmerung sowie am frühen Morgen hört man ihren lauten Ruf, weshalb sie auch «despertador» (Wecker) nennt. 

Stirnbandibis, Theristicus caerulescens


Theristicus caerulescens

Stirnband-Ibis

Körperlänge: 71 - 76 cm
Gewicht: 1.5 kg
Brutdauer: 28 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Apfelschnecken, Muscheln, Krabben, Frösche, Fische, Aale auch Schlangen und Eidechsen
Lebenserwartung: 12 -18 Jahre

Besonderes:
Lässt sich nieder bei Stämmen von Palmen und toten Zweigen. Lebt allein oder zu zweit in offenen Feuchtgebieten. Seine Nester baut er auf hohen Bäumen. Er frisst am liebsten Schnecken in flachen Gewässern unter dem Teppich von Wasserpflanzen. Der Schopfkarakara frisst seine Jungen bevor sie ausfliegen.

Cayenne-Ibis,


Mesembrinibis cayennensis

Grün-Ibis, Cayenne-Ibis

Körperlänge: 48 - 58 cm
Gewicht: 800 g
Brutdauer: 28 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Insekten, Larven, Würmer, Fische, Frösche und verschiedene Pflanzen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er lebt allein oder sehr selten in kleinen Gruppen von 3 bis 4 Tieren, an den Ufern von Flüssen und Seen. Er nistet hoch oben in den hohen Bäumen. Der Ruf ähnelt einem «kro kro» oder «koro koro»  und ist eher sanft.

Moschusente, Cairina mochata


Cairina mochata

Moschusente

Körperlänge: 85 cm
Gewicht: 2 kg ♀ bis  4 kg ♂
Brutdauer: 35 Tage, 8 - 21 Eier
Nahrung: Blätter, Früchte, Samen und Insekten
Lebenserwartung: 25 -30 Jahre

Besonderes:
Es ist ein schwerer von der Hausente abstammder Vogel. Daher ist sein Flug sehr scherfällig, was man am geräuschvollen Fügelschlag hören kann. Sie ist ein Zugvogel und lebt in kleineren Gruppen. Der Erpel (hier im Bild) bildet auf seinem ungefiederten Gesicht über seinen Augen rötliche Warzen aus.

Witwenpfeifgans, Dendrocygna viduata


Dendrocygna viduata

Witwenpfeifgans

Körperlänge: 46 cm
Gewicht: 500 - 800 g
Brutdauer: 26 - 30 Tage, 4 - 13 Eier
Nahrung: Pflanzen, Insekten, Schnecken und Samen
Lebenserwartung: bis 15 Jahre

Besonderes:
Kann in ganz Brasilien in Feuchtgebieten gesehen werden, in Flüssen, Sümpfen, Mooren, am Meer an Stränden, Seen und an künstlichen Teichen mit schwimmenden Wasserpflanzen. Sie fliegen in der Nacht in Gruppen und machen dabei einen grossen Lärm. Die typischen hellen Pfeiflaute entstehen durch die besondere Formung ihres Luftröhrensystems.

Rostbauchguan


Penelope ochrogaster

Rotbrustguan

Körperlänge: 68 - 75 cm
Gewicht: 34 kg
Brutdauer: 28 Tage, 2 Eier
Nahrung: Blüttenblätter von Lapacho-Bäumen, Früchte, Samen, wirbellose Tiere
Lebenserwartung:

Besonderes:
Leider ist sie aufgrund der Jagd und der Rodung seines Lebensraums ausserhalb der Pantanal-Ebene praktisch ausgestorben. Er ernährt sich auch von der Blume des Trompetenbaumes (Tabebuia oder auch Piúvas genannt ). Er lebt monogam, d. h. ein Individuum hat nur einen Partner für das ganze Leben. Die rote Wamme ist mehr oder weniger sichtbar, je nachdem, ob der Vogel Angst hat oder nicht. Bei Gefahr kontrahiert er die Muskulatur und vermindert dadurch das rote Leuchten.

Chaco-Guan, Chacotschatschalaka


Ortalis canicollis

Chacoguan, Chacotschatschalaka

Körperlänge: 50 - 56 cm
Gewicht: 480 - 680 g
Brutdauer: 24 Tage, 3 - 4 Eier
Nahrung: Blätter, Früchte, Samen und Blüten
Lebenserwartung: ca. 8 Jahre

Besonderes:
Es wird nur selten auf dem Boden gesehen. Lebt im «Galerien-Wald», in Büschen und Palmen. Morgens und abends dominiert er mit seinem Gesang andere Vögel. Sie leben in Gruppen von bis zu 30 Vögeln. Weil sie die Früchte und derren Samen essen und diese wieder intakt entleeren, sind sie verantwortlich für die Verteilung von neuen Fruchtbäumen.

Schwefelmaskentyrann, Bem-te-vi, Pitangus sulphuratus


Pitangus sulphuratus

Schwefelmaskentyrann, Bem-te-vi

Körperlänge: 21 - 27 cm
Gewicht: 52 - 68 g
Brutdauer: 16 - 17 Tage, 3 - 4 Eier
Nahrung: Insekten, Nagetieren, Eidechsen, Fröschen, Früchten, kleine Fledermäuse und Fische
Lebenserwartung: 6 - 7 Jahre

Besonderes:
Der Bentevi «Bem-te-vi», was soviel bedeuted wie «ich habe dich gesehen» ist ein häufig vorkommender und auffalnder Vogel im Pantanal. Sein lauter «Bem-te-vi» Ruf hört man auf jedem Spaziergang. Oft warnt er kleiner Vögel vor Raubvögel, greift diese sogar in wendigen Flügen an, wenn er sich belästigt fühlt. Auch wenn diese grösser als er sind. Er hat sich die vielen Städten Südamerikas zum Habitat gemacht. Anders als der Bauchschnabeltyrann erkennt man den Bem-ti-vi an seiner gelblich gefärbten Schnabelwurzel.

Bauchschnabel-Tyrann, Megarynchus pitangua


Megarynchus pitangua

Bauchschnabel-Tyrann, Starkschnabel-Maskentyrann

Körperlänge: 21 - 24 cm
Gewicht: 58 g
Brutdauer: 17 - 18 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung:  Hauptsächlich Insekten, auch Früchten, Eidechsen, Fröschen und kleine Fische
Lebenserwartung: 6 Jahre

Besonderes:
Er lebt an Waldrändern und in halboffenen Gebieten und sitzt auf den hohen Ästen in grossen Bäumen. Er bleibt nicht lange an einem Ort und bewegen sich oft zu zweit oder in Familiengruppen von drei bis fünf Individuen. Sein Schnabel ist etwas stärker nach aussen gewölbt und etwas breiter als beim Schwefelmaskentyrann.

Rotbauchdrossel, Turdus rufiventris


Turdus rufiventris

Rotbauchdrossel

Körperlänge: 25 cm
Gewicht: 70 g
Brutdauer: 27 - 28 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Insekten, Larven, Regenwürmer, reifes Obst und Palmfrüchte
Lebenserwartung: 10 Jahre

Besonderes:
Seit 2002 Nationalvogel Brasiliens. Sie ist ein häufiger Vogel im südosten Brasiliens. Der Gesang klingt flötend-melodisch «tju-tju-tjeé tjutu».

Zimtkehlschwalbe, Stelgidopteryx ruficollis


Stelgidopteryx ruficollis

Zimtkehlschwalbe

Körperlänge: 13 cm
Gewicht: 15 g
Brutdauer: 16 - 18 Tage, 3 - 6 Eier
Nahrung: Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Man findet sie auf offenen Flächen und Waldlichtungen. Sie nistet in Hohlräumen verschiedener Art, einschliesslich Löcher von Flussbänken oder in ausgedienten Eisvogel- und Jacamarnestern (Spechtvogel). Sie suchen nach Insekten im Flug, die normalerweise tief und langsamer fliegen.

Rohrspottdrossel, Donacobius atricapilla


Donacobius atricapilla

Rohrspottdrossel, Rohrspotter

Körperlänge: 22 cm
Gewicht: 31 - 42 g
Brutdauer: 16 - 18 Tage, 2 Eier
Nahrung: Käfer, Heuschrecken, Schmetterlingsraupen, Wanzen, Spinnen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Sie werden häufig zu jeder Zeit des Tages im dichten Dickicht der Ufervegetation von Seen und Flüssen gesehen. Die Drossel brühtet gerne in Wassernähe. Hat sich ein Paar gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Meist sind die Vogelkinder aus der vorangegangenen Generation als Helfer bei der Brutaufzucht der Eltern mitbeschäftigt.

Grossschnabelseeschwalbe, Phaetusa simplex


Phaetusa simplex

Grossschnabelseeschwalbe

Körperlänge: 38 - 42 cm
Gewicht: 208 - 240 g
Brutdauer: 27 - 30 Tage,1 - 3 Eier
Nahrung: bis 12cm lange Fische und grössere Insekten
Lebenserwartung: 12 Jahre

Besonderes:
Es hat einen grossen gelben Schnabel. Sie wirken agressiv, weil sie nicht selten anderen Vögel die Nahrung stehlen. Sie leben an Ufern von Süsswasser, an denen sie in Kolonien von 200 oder mehr Paare nisten und ihre Eier direkt auf den Sand legen. Eier und Küken sind bei Schlangen, Leguanen, Raubvögeln und sogar vom Menschen begehrt.

Gelbbürzelkassike, Cacicus cela


Cacicus cela

Gelbrücken-Stirnvogel, Arendajo

Körperlänge: 24 - 29 cm
Gewicht: 60 - 100 g
Brutdauer: 24 - 30 Tage, 2 Eier
Nahrung: Früchte und Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Sie bauen ähnliche Nester wie die Webervögel oft in der Nähe von Wespennestern. Das hat den Vorteil, dass die nester weniger von Tukanen geplündert werden. Die Wespen sollen laut einer Theorie vom Nestgeruch der Vögel angezogen werden und es von Parasiten, einer schädlichen Milbenart säubern. Gefahr ist der Kurzschnabel-Maskentyrann (Legatus leucophaius), der seine Eier oft in die Nester des Gelbrückenstirnvogels legt und deren Eier dann aus dem Nest wirft.

Hyazinthara, Anodorhynchus hyacinthinus


Anodorhynchus hyacinthinus

Hyazinthara

Körperlänge: bis 100 cm
Gewicht: 1.5 kg
Brutdauer: 24 Tage, 2 - 3 Eier 
Nahrung: Früchte, Nüsse, Samen
Lebenserwartung: 25 Jahre (Freilebende)

Besonderes:
Er ist der grösste Papagei der Welt. Männchen und Weibchen sind identisch und das Paar bleibt sich ein Leben lang treu. Wenn sie in der Gruppe sind, dürfen die Älteren zuerst die Früchte wählen, die einfacher zu essen sind. Dann kommen die Jüngeren dran und schliesslich zum Schluss die ganz Jungen, welche die härteren Früchte öffnen können.

Mönchssittich, Myiopsitta monachus


Myiopsitta monachus

Mönchsittich

Körperlänge: 28 - 30 cm
Gewicht: 100 g
Brutdauer: 22 - 23 Tage, 5 - 6 Eier
Nahrung: Blätter, Früchte, Samen und Insekten
Lebenserwartung: 10 - 15 Jahre

Besonderes:
Sie leben in Kolonien, die grosse Gemeinschaftsnester bauen. In diesen hat jedes Paar seine eigene «Wohnungen» und spezielle Kammern bilden die Schlafzimmer. Jedes Paar hat seinen eigenen Eingang. Oft bauen sie die Nester unter den Jabirunestern. Die Jabirus fungieren als eine Art «Alarmanlage».

Goldstirnsittich, Eupsittula aurea


Eupsittula aurea

Goldstirnsittich

Körperlänge: 26 cm
Gewicht: 80 - 105 g
Brutdauer: 15 - 21 Tage, 2 - 6 Eier
Nahrung: Früchte wie, Mangos, Jabuticabas, Guaven, Palmensamen, Cashewnüsse und geflügelte Termiten
Lebenserwartung: 14 - 19 Jahre

Besonderes:
Die Stirn ist gelb-orange und sein Federkleid hellgrün. Er lebt in der Cerrado Gegend und auf Weiden und Plantagen. Sie können die menschliche Stimme wiedergeben, indem sie in der Lage sind, einige Worte zu wiederholen.

Gelbbrustara, Ara ararauna


Ara ararauna

Gelbbrustara

Körperlänge: 80 - 90 cm
Gewicht: 0.9 - 1.5 kg
Brutdauer: 28 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Früchte, bevorzugt Palmfrüchte, Nüsse und Beeren
Lebenserwartung: 30 - 35 Jahre

Besonderes:
Bevorzugt die Savannen sowie Wälder und ist oft auf Palmen anzutreffen. Blau-gelbe Aras sind hauptsächlich paarweise anzutreffen, können sich aber auch in Gruppen von bis zu 25 Tieren zusammenschliessen. Wenn sie paarweise auftreten, fliegen sie eng zusammen, wobei sich ihre Flügel fast berühren. Bei der Nahrungssuche schliessen sie sich in den frühen Morgenstunden kleinen, lauten Schwärmen an, und gegen Mittag beginnen sie, nach Schatten zu suchen. Blau-gelbe Aras sind äusserst wachsam; bei jedem Anzeichen von Gefahr fliegen sie laut kreischend in die Luft. Leider ist er einer der am meisten geschätzten Aras für die Gefangenschaft.

Nandaysittich, Nandayus nenday


Nandayus nenday

Nandaysittich

Körperlänge: 25 - 30 cm
Gewicht: 140 g
Brutdauer: 25 Tage, 2 - 5 Eier
Nahrung: Palmnüsse, Samen, Früchte, Blüten und Knospen
Lebenserwartung: 19 Jahre

Besonderes:
Er lebt in Galerie- und Palmenwäldern, hauptsächlich im Pantanal. Leicht zu erkennen am schwarzen Fleck auf dem Kopf. Sein kräftiger Schnabel erlaubt es, tiefe Hohlräume in den Bäumen zu graben. Er ist ziemlich laut und sammelt sich ausserhalb der Brutzeit in grossen Gruppen.

Schwarzohrpapagei, Pionus menstruus


Pionus menstruus

Schwarzohrpapagei

Körperlänge: 24 - 28 cm
Gewicht: 210 - 300 g
Brutdauer: 23 - 28 Tage, 3 - 5 Eier, selten 5 Eier
Nahrung: Früchten, Samen, Blüten und Nüssen
Lebenserwartung: 14 - 21 Jahre

Besonderes:
Leicht zu erkennen an seinem blauen Kopf. Er ist sehr gesellig und lebt in Schwärmen in halboffenen Gebieten und Wäldern. Das Weibchen legt die Eier in einer Baumhöhle ab. Wie fast alle Papageienarten sieht man ihn Lehm aufnehemen, welcher vermutlich Giftstoffe neutralisieren aus giftigen Früchten. Er ist im Flug leicht an seinem lauten Schreien zu erkennen. Sein Bestand ist in den letzten jahren stark zurück gegeangen. Mittlerweile steht er seit 2003 auf der roten Liste.

Kanarienflügelsittich, Brotogeris chiriri


Brotogeris chiriri

Kanarienflügelsittich

Körperlänge: 21 cm
Gewicht: 72 g
Brutdauer: 26 Tage, 3 - 6 Eier
Nahrung: Samen, Früchte, Blüten und Nektar
Lebenserwartung: 15 - 20 Jahre

Besonderes:
Diese Art ist durch die schöne Farbe ihrer Flügel unverwechselbar. Das Grün und Gelb erinnert an die brasilianische Nationalflagge. Er lebt in niedriger Vegetation. Er ist gesellig und bildet grosse Schwärme und gemeinschaftliche Schlafplätze ausserhalb der Brutzeit. Diese Schwärme bestehen aus bis zu mehreren hundert Vögeln.

Rosttöpfer, Furnarius rufus


Furnarius rufus

Rosttöpfer

Körperlänge: 19 - 22 cm
Gewicht: 18 - 49 g
Brutdauer: 20 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Würmer, Insekten und Larven
Lebenserwartung: 3 - 5 Jahre

Besonderes:
Das Paar baut ihr Nest mit feuchtem Lehm mit Stroh und getrocknetem Kuhdung gemischt, in Form eines Ofens und innen einer Schnecke. Diese Bauweise schützt sie vor den Angriffen der Tukane. Die Nester werden von ihnen nur einmal verwendet, danach von anderen Vögeln, Bienen und sogar vom kleineren Opossum.

Halsbandpfäffchen, Sporophila collaris


Sporophila collaris

Halsbandpfäffchen, Erzpfäffchen, Erzspelzer 

Körperlänge: 12 cm
Gewicht: 8 - 14 g
Brutdauer: 12 - 14 Tage, 3 - 5 Eier
Nahrung: Körner und Insekten
Lebenserwartung: 3 - 4 Jahre

Besonderes:
Er mag feuchtes oder überschwemmtes Grasland und strauchartiges Sumpfland, auch offenes Land an Flüssen oder Seen.

 Mantelkardinal, Paroaria capitata


 Paroaria capitata

Pantanalkardinal, Mantelkardinal

Körperlänge: 16 cm
Gewicht: 17 - 24 g
Brutdauer: 13 - 14 Tage, 2 - 5  Eier
Nahrung: Samen, Früchte, Blumen, Insekten
Lebenserwartung: 2 - 3 Jahre

Besonderes:
Sind meist in Gruppen von 6 bis 12 Vögeln unterwegs. Ein grosser Teil der Zeit verbringt der Vogel auch auf dem Boden und pickt nach Samen zum Fressen. Sie entfernen sich in der Regel nicht weiter als 30 Kilometer von ihrem Territorium.

Rotschwanz-Glanzvogel, Galbula ruficauda


Galbula ruficauda

Rotschwanz-Glanzvogel

Körperlänge: 19 - 25 cm
Gewicht: 18 - 28 g
Brutdauer: 20 - 30 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: vorwiegend Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Lebt allein oder in Paaren. Er ernährt sich hauptsächlich von Fluginsekten. Nach erfolgreicher Jagd fliegt er mit seinem Insekt auf einen dünnen Zweig, wo er das Insekt verzehrt, indem er es einige Male kräftig auf den Zweig schlägt .Die Männchen füttern das Weibchen bei der Balz. Das Nest wird ziemlich tief in einer Baumhöhle oder in einem Termitenhügel angelegt.

Sonnenralle, Eurypyga helias


Eurypyga helias

Sonnenralle

Körperlänge: 43 - 48 cm
Gewicht: 180 - 220 g
Brutdauer: 27 - 30 Tage, 1 - 2 Eier
Nahrung: Insekten, Schnecken, Fische, Frösche und Eidechsen
Lebenserwartung: bis 15 Jahre

Besonderes:
Sie ist es unverkennbar. Fliegt niedrig, allein oder zu zweit. Sie ist immer in der Nähe des Wassers und lebt am Rande der Wälder. Wenn sie sich bedroht fühlt, öffnet sie kurz die Flügel und überrascht den Feind mit zwei grossen augenähnlichen Flecken, die Ihr Federkleid zeichnet. Oft täuscht sie bei Gefahr dem Feind gebrochene Flügel vor, und versucht ihn so vom Nest wegzulocken.

Guirakuckuck, Guira guira


Guira guira

Guirakuckuck

Körperlänge: 38 cm
Gewicht: 140 g
Brutdauer: 9 - 16 Tage, 4 - 20 Eier (Gemeinschaftsnest)
Nahrung: kleinen Amphibien, Mäuse, Heuschrecken, Eier und Küken anderer Vögel
Lebenserwartung: 9 - 10 Jahre

Besonderes:
Sie leben in Schwärmen von bis zu 20 Vögeln, er legt seine Eier nicht in die Nester anderer Vögel, wie die europäischen Kuckucks sondern macht gemeinsame Nester, wobei alle mithelfen und die Eier bewachen. Sie kümmern gemeinsam um den Nachwuchs. Eier und Küken aus den Nestern anderer Vögel zu stehlen. Jagen oft am Boden, wobei einer immer die Wache übernimmt.

Kurzschnabel-Gilbammer, Sicalis luteola


Sicalis luteola

Kurzschnabel-Gilbammer

Körperlänge: 8 - 12 cm
Gewicht: 14 - 18 g
Brutdauer: 12 Tage, 3 - 4 Eier
Nahrung: Samen und Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Der Gilbammerfink ist eine häufige Art in ganz Süd- und Mittelamerika, der auf offenen Feldern und im Grasland in der Cerrado vorkommt. Er legt hellblau-grüne Eier in einem grasbewachsenen Bechernest in hohem Gras ab. Mehrere Paare können in geeigneten Gebieten nahe beieinander brüten.

Graukardinal, Paroaria coronata


Paroaria coronata

Graukardinal

Körperlänge: 19 cm
Gewicht: 30 - 44 g
Brutdauer: 14 Tage, 3 - 4 Eier
Nahrung: Beeren, Früchte, Samen und Insekten
Lebenserwartung: 4 - 10 Jahre

Besonderes:
Der Gattungsname Paroaria stammt von einem einheimischen brasilianischen Tupí-Volk und kann mit «kleiner roter, gelber und grauer Vogel» übersetzt werden. Er gehört zu den Standvögeln und er bleibt das ganze Jahr über im Pantanal. Zur Brutzeit sondert er sich von kleineren Schwärmen ab. Seinen roten imposanten Kamm stellt er bei Gefahr auf, um seine Feinde zu abzuschrecken.

Cayenne-Kuckuck, Piaya cayana


Piaya cayana

Cayenne-Kuckuck

Körperlänge: 40 - 50 cm
Gewicht: 70 - 140 g
Brutdauer: 40 Tage, 2 Eier
Nahrung: Insekten, Wespen und Raupen, kleine Vögel, kleine Eidechsen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Sie leben einzeln oder in Paaren, vor allem in Bäumen und sind immer auf der Suche nach Raupen und Insekten. Sie stehlen Eier und Küken aus den Nestern der Sperlinge und anderen kleinen Vögeln. Oft kann er beobachtet werden, wie er aufgescheuchte Insekten abpasst, die von einem Heer von Ameisen flüchten. Es ist in ganz Lateinamerika zu finden.

Rotrücken-Kronfink, Roter Haubenfink, Coryphospingus cucullatus


Coryphospingus cucullatus

Rotrücken-Kronfink, Roter Haubenfink

Körperlänge: 13.5 cm
Gewicht: 11 - 18 g
Brutdauer: 11 - 12 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Insekten, Samen, Früchte, Beeren
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Dieser Vogel ist in Südamerika weit verbreitet. Das Verbreitungsgebiet umfasst Südbrasilien und Nordargentinien und erstreckt sich von Brasília und Rio de Janeiro nach Süden bis nach Buenos Aires und nach Westen bis zu den Ausläufern der Anden. Das Männchen und das Weibchen sind an ihren weissen Ringen um die Augen erkennbar. Der rote Kamm hat allerdings nur das Männchen.

Rubintyrann, Pyrocephalus rubinus


Pyrocephalus rubinus

Rubintyrann

Körperlänge: 12 - 14 cm
Gewicht: 13 - 14 g
Brutdauer: 12 - 14 Tage, 2 - 4  Eier
Nahrung: Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Während Brutzeit verdeidigen die Männchen das Nest agressiv. Baut ein Schalennest aus Tierhaaren, Grässern, Zweigen zwischen Astgabeln und benutzen diese oft mehrmals. Dabei wurde beobachtet, dass in alten Nestern der Bruterfolg höher ist.

Glattschnabelani, Crotophaga ani


Crotophaga ani

Glattschnabel Ani

Körperlänge: 35 cm
Gewicht: 80 - 220 g
Brutdauer: 13 - 14 Tage, 9 - 50 Eier
Nahrung: Früchte, Grillen und Heuschrecken, Käfer
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Sie leben in grossen Schwärmen an den Waldrändern. Sie fressen Früchte, Grillen und Heuschrecken aus dem Boden, dabei steht immer ein Vogel als Wächter auf einem im Aussichtspunkt . Sie folgen Wanderameisen und fangen geflügelte Termiten. Sie verhalten sich solidarisch, wenn Mitglied der Gruppe in Schwierigkeiten geraten. Sie bauen gemeinsame Nester für bis zu 50 Eier in mehreren Schichten. Nur ein Teil davon schlüpft aus. Alle Mitglidern beteiligen sich an der Aufzucht der Nachkommen.

Weissohr-Faulvogel, Nystalus chacuru


Nystalus chacuru

Weissohr-Faulvogel

Körperlänge: 21 - 22 cm
Gewicht: 48 - 64 g
Brutdauer: 15 Tage, 2 - 4 Eier
Nahrung: Insekten und kleine Wirbeltiere, wie Eidechsen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
In der Fortpflanzungszeit singen Männchen und Weibchen, wobei sie auf die Rufe des anderen antworten und Chöre mehrerer Paare bilden. Er nistet in tiefen Löchern, die er in die Erde gräbt und in diese Kammern legt das Weibchen 2 bis 4 weisse und glänzende Eier.

Schwarzhalssaltator, Saltator atricollis


Saltator atricollis

Schwarzhalssaltator, Schwarzkehlsaltator

Körperlänge: 20 - 21 cm
Gewicht: 53 g
Brutdauer: 13 Tage, 2 - 3 Eier
Nahrung: Samen, Früchten, Blattsprossen, Krebse und Insekten
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Er lebt in kleinen Schwärmen. Er hockt gewöhnlich auf niedrigen Sträuchern und Bäumen, manchmal auf Zäunen, von denen er auf der Suche nach Nahrung auf den Boden hinabsteigt.

Glitzer-Amazilie, Amazilia fimbriata


Amazilia fimbriata

Glitzerkehlamazilie, Glitzeramazilie

Körperlänge: 8 - 12 cm
Gewicht: 4 - 6 g
Brutdauer: 14 - 17 Tage, 2 Eier
Nahrung: Blütennektar, kleine Fliegen und Käfer
Lebenserwartung: 3 - 5 Jahre

Besonderes:
Dieser Kolibri ist auffällig, blau-rosa, bronzegrün- goldig schillernd. Er ist oft auf Blütenbäumen in wenig dichter, halboffener Vegetation, wie unserem Galarienwald anzutreffen. Man hört sie vor allem bei Dämmerung mit ihrem hellklingenden, lebhaften «tzi, tzi, tzi».

Brillenkaimane sind häufig im Pantanal, Caiman yacare


Caiman yacare

Brillenkaiman

Körperlänge: 250 cm
Körpergewicht: 60 kg
Tragzeit: 85 - 90 Tage, 14 - 40 Eier
Nahrung: Piranhas, manchmal Wasservögel
Lebenserwartung: 60 Jahre

Besonderes:
Der Kayaman bewegt sich im Wasser sehr geschickt. An Land sieht man ihn meistens in der Sonne dösen. Ab und zu sitzt ein Schmetterling auf dem Augenlid, da dieses nach Nektar riecht. Durch den Rüssel des Schmetterlings wird so das Auge gereinigt.

Bänderteju, Goldteju, Tupinambis teguixin


Tupinambis teguixin

Bänderteju, Goldteju, Schwarzgelber Teju

Körperlänge: bis 140 cm
Gewicht: bis 4 kg
Brutzeit: 165 Tage, 30 - 50 Eier
Nahrung: Reptilien, Eier, kleine Wirbeltiere, Früchte
Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre

Besonderes:
Eier werden oft in einen aufgebrochenen Termitenbau gelegt, da dort eine konstante Temperatur herrscht. Bänderteju bewohnen Wälder, Felder und die Cerrado. Sie leben in Löchern im Boden, in der Regel auch unter grossen freiliegenden Wurzeln.

Grüner Leguan, Iguana iguana


Iguana iguana

Grüner Leguan

Körperlänge: bis 150 cm mit Schwanz
Gewicht: 1.2 - 4 kg
Brutdauer: 56 Tage, 30 Eier
Nahrung: Blätter, Blüten und reife Früchte
Lebenserwartung: 15 - 17 Jahre

Besonderes:
Der Leguan lebt in feuchten Wäldern in der Nähe von Wasser. An den Ufern von Flüssen lassen sie sich von der Sonne bestrahlen. Sie sind sehr gute Schwimmer. Die Männchen haben im Bereich der Backe eine stark vergrösserte Hornschuppe, die Weibchen eine kleine.

Pantanal Sumpfschildkröte, Acanthochelys macrocephala


Acanthochelys macrocephala

Pantanal Sumpfschildkröte

Körperlänge: 20 - 23 cm
Gewicht: 1 kg
Brutdauer: 180 Tage, 1 - 4 Junge
Nahrung: Schnecken, kleine Süsswasserfisch, Insekten, Spinnen
Lebenserwartung: -

Besonderes:
Die Sumpfschildkröte ist eine Süsswasserschildkröte, die in Argentinien, Bolivien, Brasilien und Paraguay vorkommt. Im Gegensatz zur Landschildkröte, die sich vegetarisch ernährt, bevorzugt die Wasserschildkröte tierische Nahrung. Junge Sumpfschildkröten haben wie oben im Bild eine orang-schwarz farbene Unterseite. Diese Farbe verliert sich mit zunehmendem Alter. Das Weibchen ist grösser als das Männchen.

Königsboa, Boa constrictor


Boa constrictor

Königsboa

Körperlänge: 150 cm - 300 cm
Gewicht: 250 - 350 g
Nahrung: Säugetiere und Nestlinge (Vögel) und Eier
Lebenserwartung: bis zu 30 Jahre

Besonderes:
Die tag- und nachtaktive Königsboa lebt am Boden und auf Bäumen. Sie kennt zwei Jagdstrategien: Sie jagt ihrer Beute aktiv, indem sie der Duftspur folgt oder sie legt sich auf die Lauer und schnappt zu, wenn ihre Beute nahe genug ist. Dann wird die Beute umschlungen und zusammengepresst, damit der Kreislauf des Opfers zusammenbricht. Spürt sie deren Herzschlag nicht mehr lässt sie die Beute los und verschlingt sie, indem sie ihren Kiefer aushängt und sie immer kopfvoran hinunterschlingt.

Gelbe Anakonda im Pantanal, Eunectes noctaeus


Eunectes noctaeus

Gelbe Anakonda

Körperlänge: 2 - 5 m, Weibchen sind grösser als Männchen
Gewicht: 25 - 35 kg
Tragzeit: 6 Monate
Nahrung: Vögel, Eier, kleine Säugetiere, Schildkröten, Fische, Wasserschweine und Kaimane
Lebenserwartung: 20 Jahre

Besonderes:
Die Anakonda verdaut langsam und kann lange Zeit ohne Nahrung überleben. Sie ist ungiftig und erwürgt ihre Beute. Während dem Geschlechtsakt kopulliert das Weibchen mit mehreren Männchen hintereinander. Sie hält sich gerne im Wasser sowie auch auf Bäumen auf.

Lanzenotter, Bothrops mattogrossensis


Bothrops mattogrossensis

Mato Grosso Lanzenotter

Körperlänge: 50 - 100 cm
Gewicht: 100 - 250 g
Nahrung: Nagetiere, Frösche und Kröten

Besonderes:
Diese Art erkennt man an den gegensätzlichen Trapezformen auf dem Rücken. Wenn dir eine begegnet, lasse sie in Ruhe passieren. Sie sind stark giftig. Bei Gefahr verflachen sie ihren Rücken. Sie gehören zu den Grubenottern und besitzen daher unter dem Oberkiefer zwei wärmeempfindliche Grubenorgane mit denen sie ihre Beute auch bei völliger Dunkelheit finden. Sie ist lebendgebährend.

Schwarze Pseudoboa, Pseudoboa nigra


Pseudoboa nigra

Schwarze Pseudoboa

Körperlänge: 50 - 100 cm
Gewicht: 100 - 250 g
Nahrung: vor allem Eidechsen

Besonderes:
Die tagaktive Schwarze Pseudoboa ist eine ungiftige Schlange. Sie erbeutet vor allem Reptilien durch ihren giftigen Speichel. Sie ist bewegt sich auf Bäumen wie auch am Boden.

Dünnschlange ,Leptophis ahaetulla


Leptophis ahaetulla

Dünnschlange

Körperlänge: 90 - 200 cm
Gewicht: 100 - 250 g
Nahrung: Jungvögel, Baumfrösche, Gekos, Echsen

Besonderes:
Der Speichel der Dünnschlange ist schwach giftig, damit stellt sie vor allem baumbewohnenden Kleintieren nach. Sie ist tagaktiv und in allen Etagen der Bäume anzutreffen. Die Iris der Augen weisst eine gelbliche Färbung auf. Sie ist eine ausgezeichnete Baum- und Strauchkletterin. Bei Gefahr reisst sie ihr Maul weit auf.

Wasserkorallschlange, Micrurus surinamensis


Micrurus surinamensis

Wasserkorallschlange

Körperlänge: 50 - 100 cm
Gewicht: 100 - 250 g
Nahrung: Fische, Frösche

Besonderes:
Micrurus surinamensis ist eine semi-aquatische Art der Korallenschlange. Es hat einen roten Kopf, der von schwarz umrandet ist. Es hat schwarze Ringe, die breiter sind als die anderen. Sie ist eierlegend und giftig.

Goldbauch-Buntnatter, Liophis poecilogyrus


Liophis poecilogyrus

Goldbauch-Buntnatter

Körperlänge: 40 - 60 cm
Gewicht: 100 - 150 g
Nahrung: Frösche, Insekten

Besonderes:
Die Goldbauch-Buntnatter ist eine bodenlebende, recht häufig vorkommende Schlange im Pantanal. Sie ist ungiftig, wie alle Natternarten (Colubridae). Ihr portugisischer Name «Mata-Cavalo» d.h. «Pferdetöterin» ist völlig absurd, vermutlich wurde früher angenommen, dass sie für Schlangebisse an Pferden verantwortlich war. Sie legt 6 bis 15 Eier in ihr Bodennest.

Grüne Goldbauchnatter, Liophis typhlus


Liophis typhlus

Grüne Goldbauchnatter

Körperlänge: 50 - 85 cm
Gewicht: 100 - 160 g
Nahrung: Frösche

Besonderes:
Es ist eine Tag- und Bodenschlange. Sie ernährt sich hauptsächlich von Fröschen.Sie ist eine eierlegende Art und legt zwischen zwei und fünf Eier. Wenn er sich bedroht fühlt, flacht er seinen Körper ab und verbreitert ihn, so dass er grösser erscheint, versteckt seinen Kopf unter dem Körper und kann stinkende Exkremente durch ihre Kloake ausstossen. Sie zeigt bei Gefahr kein aggressives Verhalten. Sie ist wie alle Nattern (Colubridae) ungiftig.

Hühnerschlange, Spilotes pullatus


Spilotes pullatus

Hühnerschlange

Körperlänge: 200 - 300 cm
Gewicht:  250 - 350 g
Nahrung: Säugetiere, Vögel, Vogeleier, Amphibien und andere Schlangen

Besonderes:
Die Hühnerschlange trifft man am Boden sowohl auch auf Bäumen an. Sie ist tagaktiv und überwiegend baumbewohnend. In Bedrängnis verteidigt sie sich durch Beissen. Sie hat ihren Namen vermutlich deshalb, weil sie von ihrer Grösse her, durchaus auch Hühner erbeutet. Sie legt zwischen 15 und 25 Eier.

Ipê-roxo, Lapacho-Baum


Handroanthus impetiginosus

Lapacho Baum

Verbreitung:  südliches Nordamerika bis nördliches Südamerika
Blütenfarbe: hauptsächlich magenta, auch weiss möglich 
Wuchshöhe: 30 - 35 m

Besonderes:
Der Lapachobaum gehört zu den Trompetenbaumgewächsen. Der Baum hat viele Namen. In Brasilien wird er «Ipê roxo» genannt, was in der Guaraníkultur soviel wie «Stärke und Lebenskraft besitzend» bedeutet. Der Baum fällt im August etwas 7 bis 10 Tage lang mit seiner pinken Blütenpracht im sonst grün dominierten Pantanal auf. Es gibt im Pantanal auch eine Lapacho-Art, welche gelbe Blütenblätter ausbildet. Substanzen in seiner Rinde werden auch in der Krebsforschung eingesetzt.

Victoria-Seerose, Victoria cruziana


Victoria cruziana

Victoria Riesenserose

Verbreitung: In vielen Teilen Südamerikas; Bolivien, Paraguay, Argentinien, Brasilien
Blütenfarbe: weiss - hellrosa
Wuchshöhe: bis zu 20 cm höhe Ränder

Besonderes:
Die Victoria Riesenseerose blüht nur zwei Tage lang. Am ersten Tag ist die Blüte weiss und wechselt am zweiten Tag in ein hellrosa. Um sich gegen Fressfeinde zu schützen sind sie an ihrer Unterseite mit Stacheln versezt. Die Schwimmblätter haben einen Durchmesser bis 1.70 m. Die ausgeklügelte Anordnung der Blattrippen auf der Unterseite, tragen Tiere von bis 10 kg, ohne dass die Blätter zusammenklappen oder reissen. Selbst eine Person von 70 kg, gleichmässig auf das gesamte Blatt verteilt, könnte die Last einige Zeit tragen. In der Raum- und Luftfahrt schaut man sich dieses Rippensystem deshalb für Konstruktionen ab.

Wasserhyazinthe, Eichhornia Crassipes


Eichhornia crassipes

Dickstielige Wasserhyazinthe

Verbreitung: Brasilien, Florida, Kalifornien, Südostasien, Australien, Indien, Afrika, Spanien, Italien, Portugal
Blütenfarbe: stahlblau, hellviolett 
Wuchshöhe: 50 cm (über dem Wasser)

Besonderes:
Die stahlblauen bis hell-violetten Blüten der Wasserhyazinthe überwuchern in warmen Sommermonaten die Wasserstellen im Pantanal. Sie verdoppeln ihre Wuchsfläche auf der Wasseroberfläche in nur 2 Wochen. Sie sind dadurch Fluch und Segen zugleich. Weil sie dem Plankton und Pflanzen den Sauerstoff abschneiden und dadurch zur Verschlammung beitragen, sind sie nicht gerne gesehen. Anderseits reinigen sie das Wasser von giftigen Stoffen im Wasser, weshalb sie in Bangladesch zur Befreiung von Arsen im Wasser eingesetzt werden. In Afrika laufen erfolgreiche Versuche, einen Rüsselkäfer gegen das Wuchern der Wasserhyazinthe einzusetzen.

Würgefeige, Figueira-mata-pau, Ficus clusiifolia


Ficus clusiifolia

Würgefeige, Figueira-mata-pau

Verbreitung: Tropische und subtropische Regionen südamerikas 
Blütenfarbe: die Frucht der Feige ist gleichzeitig auch ihre Blüte
Wuchshöhe: 7 - 18 m

Besonderes:
Die Würgefeige ist schnellwachsend und macht bis zu 2 m in 2 Jahren. Ihre Samen werden von Vögeln unverdaut wieder ausgeschieden. Dadurch wächst sie auf ihrem Wirtsbaum und treibt ihre Luftwurzen nach unten in den Boden. Der Wirtsbaum stirbt manchmal ab, weil sie ihm die Nährstoffe abschneidet. Deshalb kann man in ihrem Innern oft abgestorbene Bäume sehen. Die pulverisierte Asche verbrannter junger Stängel wird zur Behandlung von Durchfallerkrankungen bei Kindern verwendet. Die Früchte des Ficus (Moracea) sind gleichzeitig die Blüten, die nicht blühen. Die Wespen der Familie Agaonidae vollenden die Bestäubung im Inneren der geschlossenen Blüten/Früchten. Deshalb hat sie so viele Früchte, von denen nur wenige bestäubt werden.


Rodovia Transpantaneira
Km 38
78175-000 Poconé
Mato Grosso, Brasil



S 16° 33'' 5'
W 56° 43'' 12'

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